Kurzfilm «Geschichte der PGO»

125 Jahre Verantwortung für Oberwil

Zum Jubiläumsjahr 2025 blickt die Pestalozzi-Gesellschaft Oberwil (PGO) mit der vierteiligen Kurzfilmserie «Die Geschichte der PGO» auf ihre Wurzeln, ihre Entwicklung und ihre heutige Rolle in der Gemeinde zurück. Jeder Film beleuchtet ein anderes Kapitel dieser eindrucksvollen Geschichte – von den Anfängen um 1900 bis in die Gegenwart.

Nach vier Einzelfilmen – über die Gründung, die Mitglieder, Besitz und Wandel sowie soziale Verantwortung – vereint der Gesamtfilm nun alle Kapitel zu einem Gesamtbild der 125-jährigen Geschichte. Er erzählt von Stefan Gschwinds visionärem Engagement, vom Wachstum des Vereins, von verantwortungsvollem Umgang mit Besitz und vom stetigen Einsatz für das soziale und kulturelle Leben in Oberwil.

Teil 1 – Stefan Gschwind und seine Vision

Im Mittelpunkt von Teil 1 steht Stefan Gschwind, der visionäre Gründer der PGO. Nach einem schwierigen Start ins Leben setzte er als Unternehmer und Politiker seine Ideen für ein soziales und kulturelles Oberwil um.
Der erste Film erzählt, wie 1900 aus seinem Engagement die PGO entstand – als Antwort auf Bodenspekulationen und als Quelle für Gemeinnützigkeit. Historische Aufnahmen, Archivmaterial und die Gründungsurkunde lassen die damalige Zeit lebendig werden. Bis heute erfüllt die PGO Gschwinds Auftrag: Verantwortung für Oberwil zu übernehmen.

Teil 2 – Die Vereinsmitglieder

Der zweite Film zeichnet die Entwicklung der PGO vom kleinen Gründerkreis bis zum heutigen Verein mit rund 100 Mitgliedern nach. Er zeigt, wie die Gemeinschaft wuchs und sich wandelte – von den ersten Männern im Jahr 1900 bis zur Öffnung für Frauen 1978.
Die ehemalige langjährige Sekretärin Brigitte Zehnder führt durch die Vereinschronik und erinnert an prägende Persönlichkeiten – von Stefan Gschwind bis zum heutigen, erst elften Präsidenten Christoph Kunz.
Was alle Generationen verbindet, ist ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit: Wer Mitglied wird, bleibt es meist ein Leben lang – aus Verbundenheit mit dem Verein und seinen Werten.

Teil 3 – Besitz und Wandel

In «Die Ursprünge» wird die PGO als Hüterin von Land und Höfen gezeigt. Über Jahrzehnte kaufte sie verarmten Bauern Land ab, um es ihnen zu günstigen Konditionen zurückzuverpachten – gelebte Solidarität im Dorf.
Mit den Veränderungen in der Landwirtschaft wurden die Aufgaben komplexer. Präsident Christoph Kunz erklärt, wie die PGO darauf reagierte: Seit 2015 sichern die Liegenschaften an der Schmiedengasse und am Baumgartenweg mit insgesamt 38 Wohnungen die Erträge, mit denen die Gesellschaft weiterhin soziale und kulturelle Projekte in Oberwil finanziert.
So verbinden sich Tradition und Innovation in der Arbeit der PGO bis heute.

Teil 4 – Soziale Verantwortung

Der abschliessende Film «Im Wandel der Zeit» zeigt, wie die PGO ihre gemeinnützige Aufgabe immer wieder neu interpretiert hat.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterstützte sie Oberwiler Familien direkt – mit Zahlungen für Arzt- und Zahnarztkosten, Kleidung, Nahrungsmittel und der Finanzierung der «Kleinkinderschule», des heutigen Kindergartens.
Heute sind viele dieser Aufgaben staatlich organisiert. Doch die PGO bleibt eine wichtige Partnerin für punktuelle Hilfe – besonders dort, wo staatliche Unterstützung nicht greift.
Stimmen aus Oberwil machen deutlich, wie sich die Schwerpunkte verändert haben – das Engagement für Jugend, Kultur und soziales Miteinander aber seit über 125 Jahren lebendig geblieben ist.