Im Rahmen der Neugestaltung rund um den Coop Oberwil Zentrum wurde die Statue von Stefan Gschwind sorgfältig restauriert und an einen neuen, gut sichtbaren Platz versetzt.
Damit erhält eine zentrale Persönlichkeit der Oberwiler Geschichte erneut die Aufmerksamkeit, die ihrem Wirken für das Gemeinwesen gebührt.
Der Standort ermöglicht es Passantinnen und Passanten, innezuhalten und sich mit der Geschichte und den Werten auseinanderzusetzen, für die Stefan Gschwind stand.
Stefan Gschwind – Genossenschaftspionier
Stefan Gschwind (1854–1904) war Unternehmer, Politiker und vor allem ein engagierter Genossenschaftspionier. Sein Denken und Handeln waren geprägt vom Einsatz für soziale Gerechtigkeit, Solidarität und die nachhaltige Entwicklung der Region. Er setzte sich für gemeinschaftliche Lösungen ein, die breiten Bevölkerungsschichten zugutekamen – ein Ansatz, der bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat.
Aus dieser Haltung heraus entstand auch sein Engagement für die Pestalozzi-Gesellschaft Oberwil, die er im Jahr 1900 initiierte. Inspiriert von den Ideen Johann Heinrich Pestalozzis sollte die Gesellschaft soziale, kulturelle und gemeinnützige Aufgaben übernehmen und das Zusammenleben in der Gemeinde fördern. Die Pestalozzi-Gesellschaft wirkt bis heute in diesem Geist weiter.
Ein sichtbares Zeichen der Erinnerung
Das restaurierte und neu platzierte Denkmal erinnert nicht nur an die Person Stefan Gschwind, sondern auch an die Werte, die er verkörperte: Verantwortung füreinander, Bildung, Solidarität und Gemeinsinn. Es steht damit sinnbildlich für die Ziele der Pestalozzi-Gesellschaft Oberwil und für ein lebendiges Verständnis von gesellschaftlichem Engagement.
Die Pestalozzi-Gesellschaft Oberwil freut sich, dass mit der Neugestaltung des Umfelds auch dieses wichtige historische Zeichen bewahrt und neu erlebbar gemacht werden konnte.

Foto: Thomas Gschwend